Haben Nüsse Proteine, die der Körper genauso gut verwerten kann wie ein Steak oder ein Ei? Hier müssen wir ehrlich sein: Pflanzliches Protein unterscheidet sich in seiner Struktur vom tierischen Eiweiß. Die sogenannte biologische Wertigkeit gibt an, wie effizient Nahrungsprotein in körpereigenes Protein umgewandelt werden kann. Da Pflanzen oft nicht das exakt gleiche Aminosäuremuster haben wie wir Menschen, ist die Aufnahme manchmal etwas erschwert.
Doch keine Sorge, das bedeutet nicht, dass Nüsse zweite Wahl sind. Pflanzliche Lebensmittel bringen unterschiedliche Aminosäuren mit. Wenn du Nüsse zum Beispiel zusammen mit Hülsenfrüchten (wie Soja oder Bohnen) oder Getreide (wie Haferflocken oder Vollkornbrot) isst, ergänzen sich diese Profile.
Nüsse für den Muskelaufbau?
Wenn du sportlich unterwegs bist, achtest du wahrscheinlich auf deine Eiweißzufuhr. Nüsse und Kerne liefern pflanzliches Protein und bringen ungesättigte Fettsäuren mit – ein Baustein unter vielen in deinem Speiseplan.
Zwar zählen Nüsse nicht zu den proteinreichsten Lebensmitteln, sie können deine Ernährung jedoch sinnvoll bereichern – vor allem in Kombination mit weiteren Eiweißquellen. Auf diesem Wege entsteht ein ausgewogener Mix, der Genuss und Funktion miteinander verbindet.
Ein unkompliziertes Beispiel: Magerquark oder Sojajoghurt mit Banane und einer Handvoll Mandeln. Damit kombinierst du verschiedene Proteinquellen und bringst mehr Vielfalt in deine Ernährung.